Letzte Tage (Singapur)

Die letzten paar Tage unserer wunderschönen dreimonatigen Reise verbrachten wir in Singapur. Auf dem Hinflug hatten wir ja nur einen kurzen Stopover gemacht und nicht viel von der Stadt gesehen, nun hatten wir nochmals 3 Nächte, um uns etwas genauer umzusehen. Wir landeten am Sonntagabend um 7 und fuhren mit dem Taxi zum Naumi Hotel, ein sehr cooles Hotel mit Pool auf dem Dach und schönem Blick auf die Skyline. Nach einem kurzen Blick ins schicke Zimmer und auf die Dachterrasse landeten wir auf der Suche nach etwas zu essen direkt ums Eck bei einem sehr leckeren Japaner.

 

 

Von Darwin nach Singapur waren es 1,5 h Zeitverschiebung und wir behielten unsere Gewohnheit der letzten Monate bei – früh aufstehen, früh ins Bett gehen. Am nächsten Morgen waren wir schon frühstücken und an der Bugis Mall in der Nähe unseres Hotels, da hatten die Geschäfte noch nicht mal auf… verrückt, das würde mir normalerweise nie passieren 😉. Also schlenderten wir erstmal so etwas durch die riesige Mall, und machten uns dann auf ins arabische Viertel mit der hübschen Moschee, den bunten kleinen Gässchen und vielen Textil-Lädchen. Auf dem Weg zurück zum Hotel hatten die Geschäfte der Mall nun geöffnet und wir wurden fündig: neue Flipflops für Domi und einen Bikini für mich, die alten Sachen waren die letzten Wochen ganz schön strapaziert worden und wurden nun aussortiert…

Nach einer ausgiebigen Pause am Pool unseres Hotels machten wir uns am Nachmittag auf den Weg zu den Gardens by the Bay mit den berühmten supertrees und den beiden Gewächshäusern. Zuerst schauten wir uns im Cloud Forest und anschließend im Flower Dome um. Schon verrückt diese Asiaten… Im Cloud Forest war es ziemlich kühl und feucht, um perfektes Klima für Pflanzen eines Nebelregenwaldes zu schaffen, den man auf einem Weg um den Wasserfall herum nach unten erkunden konnte. Außerdem gab es tausende Orchideen zu bestaunen. Im Flower Dome waren Gärten aus verschiedenen Teilen der Welt angelegt, südafrikanisch, südamerikanisch, mediterran, mit Palmen, Olivenbäumen und großen Baobabs. Außerdem gab es passend zu Ostern ein großes Tulpenfeld und den Nachbau einer niederländischen Mühle, vor welcher die Asiaten alle Selfies machten.

Durch die Glaskuppel hatten wir schon gesehen, dass es draußen ziemlich dunkel wurde und kaum verließen wir die Gewächshäuser, bekamen wir ein ordentliches Tropengewitter ab. Also erstmal was trinken. Für 6 Uhr waren wir uns mit Andi und Kirsten an den supertrees verabredet, wir hatten sie in Tasmanien kennengelernt und verbrachten zur selben Zeit die letzten Tage unserer Trips in Singapur. Pünktlich um 7 ließ der Regen nach und wir konnten uns auf den Weg machen. Bei einem Bierchen tauschten wir Reiseerlebnisse aus und später schauten wir uns die Lightshow an. Etwas kitschig, aber auch schön!

Am nächsten Tag ließen wir es wieder gemütlich angehen. Nach einem leckerem French Toast und Pancake in der Clinton St. Backing Co. fuhren mit dem MRT nach Chinatown, sahen uns ein paar Tempel an und schlenderten durch die Food- und Einkaufsgassen. Für den letzten Abend hatten wir uns ein nettes Restaurant und eine Rooftop-Bar ganz in der Nähe unseres Hotels rausgesucht. Da das Restaurant, eine Cevicheria – nicht gerade typisch für Singapur, aber wir hatten mal Lust auf etwas anders – noch proppenvoll war, reservierten wir für 9 einen Tisch und fingen mit dem Drink im 39. Stock des Andaz-Building an. Auch hier war es ziemlich voll, aber wir hatten Glück und ergatterten ein Tischchen direkt am Geländer und hatten einen tollen Blick über die Stadt! Das anschließende Essen bei Tono war superlecker, ein schöner letzter Abend unserer Reise!

Wir hätten noch so vieles anschauen können in Singapur, aber irgendwie war uns nicht nach stressigen Sightseeing-Programm. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja wieder mal eine Gelegenheit für einen Zwischenstopp, dann braucht man ja auch noch was zu tun. So machten wir auch am letzten Morgen nicht mehr, außer frühstücken, dieses Mal im Hotel, und fuhren um 11 mit dem Taxi zum Flughafen. Unser Taxifahrer war ein lustiger Chinese, kaum zu verstehen, aber er schaffte es uns deutlich zu machen, dass wir auf jeden Fall noch das neue JEWEL am Flughafen anschauen müssten, wir hätten noch genug Zeit. Diese erst Anfang des Jahres eröffnete Attraktion am Changi Airport ist eine Mischung aus Mall und Vergnügungspark, mit dem höchsten Indoor-Wasserfall (40 m), einem riesigen Garten/Wald über mehrere Stockwerke, hunderten Shops, Restaurants und Hotels. Der Skytrain fährt in der Mitte neben dem Wasserfall durch. Das Ganze liegt in der Mitte von 3 Terminals und ist nicht nur für Reisende zugänglich, sondern soll auch Einheimische und Touris aus der Stadt anlocken. Es war super voll und vor den Restaurants standen die Menschen Schlange. Bei einem war die Schlange so lang, dass wir fragten, ob es hier etwas umsonst gäbe. Nein, sie ständen an für ein Burger-Restaurant, eine Kette, die hier vor zwei Wochen ihre erste Filiale in Singapur eröffnet hatte und man müsste wohl an die 2 Stunden warten bis man bestellen könne. Einfach nur bekloppt!!! Uns war es viel zu stressig hier und wir flüchteten Richtung Gate. Ein kurzer Stopp im Butterfly Garden, da war es schön ruhig, und dann war auch langsam Boadingtime. Die 12 Stunden Rückflug waren dank Premium Economy, die wir uns für den Rückflug gegönnt hatten, ganz angenehm.

Die schwüle Hitze, die uns auf dem Hinweg ganz schön zu schaffen gemacht hatte, fanden wir jetzt gar nicht mehr so schlimm, daran waren wir jetzt ja gewöhnt, dafür nervten mich die viel zu kalt eingestellten Klimaanlagen. Prompt kratzte es im Hals und inzwischen zu Hause habe ich eine blöde Erkältung. Naja, hilft bei einem Gang runterschalten und den ganzen Trip nochmal Revue passieren zu lassen… Auch der Blog hilft dabei ungemein, den wir ja hauptsächlich für uns selbst geschrieben haben. Ich bin froh, dass wir so diszipliniert waren und das wieder durchgezogen haben, auch wenn es zwischenzeitlich etwas nervig und super viel Arbeit war!

Schon komisch jetzt wieder in Deutschland zu sein, ein Glück habe ich noch ein paar Tage bevor der Alltag wieder losgeht. Aber auch schön alle wiederzusehen und das eigene Bett und Bad haben wir schon auch ab und zu vermisst!

Aber nach der Reise ist vor der Reise 😉… mal sehen, wo es als nächstes hingeht!

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