Lucky … (Perth – Rottnest Island – Fremantle – Hyden / Wave Rock – Le Grand NP / Lucky Bay)

Nachdem wir vor 6 Jahren die Ostküste und das Zentrum Australiens bereist haben, sind wir nun zurück um uns die Westküste anzusehen. Donnerstagmorgen um kurz nach 9:00 Uhr wollten wir unseren Camper, einen Apollo 4WD Adventure, in Perth abholen. Allerdings gab es mal wieder Verzögerungen…

 

 

Da wir 6 Wochen damit unterwegs sind, wollten die unseren Camper nochmals gründlich überholen, das dauerte aber nochmals mind. 2 Stunden. Warum das nicht vorher passiert ist, verstehe ich auch mal wieder nicht. Um die Wartezeit zu überbrücken sind wir erstmal per Taxi ins 8 km entfernte Belmont Einkaufszentrum gefahren und haben schon mal ein paar Einkäufe erledigt, das war aber nicht unser letzter Besuch hier. Zurück bei Apollo und nach einer Einweisung gings dann so gegen 13:30 Uhr los. Da wir bei Apollo keinen Kompressor bekommen haben, sind wir mal wieder in die Nähe des Einkaufszentrums gefahren und haben uns einen bei Super Cheap Auto gekauft, laut Aussagen vieler Aussis und Bekannten ist das eine sinnvolle Investition, vor allem wenn man für Fahrten am Strand die Luft ablassen will. Dann gings wieder in die Shoppingmall zum Getränke bunkern und Schnorchel-Ausrüstung kaufen. Da es dann schon später war haben wir uns für einen Campingplatz in Perth entschieden, da konnten wir dann den Camper nochmals auf Herz und Nieren testen und alles inspizieren. Ergebnis: ein Campingstuhl war kaputt. Am nächsten Morgen um 8:00 Uhr gings also nochmal zu Apollo um den Stuhl zu tauschen, noch kurz Frühstücken und weitere Einkäufe in der Belmont Shopping Mall und dann just in time nach Fremantle zur 11:30 Fähre nach Rottnest Island. Diese beliebte Ausflugsinsel ist per Boot in nur 30 min erreichbar. So findet man dort Restaurants, Bars und einen Shuttlebus, der um die Insel fährt und an verschiedenen Stopps hält. Wir haben uns noch kurz ein Sandwich gekauft und sind dann mit dem Bus zur Little Salmon Bay gefahren. Wir hatten gehört, dass dies ein Strand wäre, an dem man gut Schnorcheln könnte. Der Strand an sich war auch super schön, das Schnorcheln aber ein wenig langweilig, es gab nur wenig Korallen und Fische zu sehen. Aber wir genossen den Strand und lagen noch ein wenig in der Sonne. Da der letzte Bus um 15:00 Uhr seine Runde um die Insel startet, mussten wir uns ein wenig sputen, um noch einen weiteren Stopp im Westen der Insel einlegen zu können. Um kurz nach 16:00 Uhr waren wir wieder am Hafen an. Ein paar Quokkas (rattenartige Kängurus) fotografiert, ein Eis geschlotzt und die Fähre zurück nach Fremantle genommen. Dann noch einen neuen Campingplatz gesucht und den Abend ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen gings dann nach einen kurzen Besuch des Fremantle Markets richtig los, unser nächstes Ziel war Hyden, bekannt für den Wave Rock, einen Granitfelsen, geformt wie eine große Welle. Tagsüber machte dieser große Steinhaufen nicht so viel her, aber Joana und ich machten dann noch ein Shooting in der Nacht und da war dies wesentlich beindruckender. Vor allem da wir ganz alleine waren. Am nächsten Morgen haben wir noch einen kleinen Schlenker zu den Mulka´s Cave gemacht, einer Höhle in der Handabdrücke von Aborigines zu sehen sind. Anschließend machten wir noch einen kleinen Hike um die Höhlen und an kleinen Wasserlöchern im Granitfelsen vorbei, die aber ausgetrocknet waren.

Unser nächstes Ziel war Esperance an der Südküste von Australien. Wir hatten schon von Tasmanien aus den Campingplatz vorreserviert, da dieser immer ausgebucht ist. Von Hyden nach Esperance sind es normalerweise knapp 4 Stunden, aber wir haben noch einen kleinen 80 km extra Umweg über eine Gravelroad eingelegt. Wir hatten einen Abzweig verpasst und sind dann immer weiter Richtung Osten gefahren bis es uns ein wenig komisch vorkam, keine Autos mehr und einfach nichts außer einer geraden roten Gravelroad… Endlich mal wieder Telefonempfang merkten wir, dass wir falsch gefahren sind, also wieder umgedreht und zurück. Aber nicht ganz bis Hyden, sondern wir folgten dann dem Holland Track, einem ehemaligen Track, den die Goldgräber Ende des 19. Jahrhunderts gebaut hatten. So war es die erste Outback Tour mit unserem Allradcamper, auf Dirtroads an Salzseen entlang bis wir wieder auf den Highway 40 kamen. Durch den Umweg waren aber fast alle Geschäfte in Esperance geschlossen, es war Sonntag und die meisten machen um 15:00 Uhr zu. Aber wir fanden noch einen IGA und kauften noch was zum Grillen ein. Am super schönen Campground in Lucky Bay angekommen grillten wir erstmal, da wir richtig Hunger hatten, seit dem Frühstücksmüsli hatten wir nix mehr gegessen. Das erste Mal Grillen diese Saison – so lecker… Später entdeckten wir eine kleine, schwarze Schlange wenige Schritte von unserem Camper, leider war es schon zu dunkel für ein brauchbares Foto.

Am nächsten Morgen wachten wir mal wieder ziemlich früh auf und machten um 7:00 Uhr einen ersten Strandspaziergang. Es war zuerst sehr bewölkt und Joana hatte schon Angst das wir den ganzen Tag keine Sonne bekommen würden. Plötzlich zeigten sich drei Kängurus hinter einer Sanddüne, die sich langsam Richtung Strand bewegten. Wir freuten uns ziemlich, aber leider waren die drei noch nicht in der richtigen Fotoshooting-Stimmung. Sie blieben immer am Rand stehen und kamen zuerst nicht Richtung Strand nach vorne. Aber dann kam von der anderen Seite eine Familie und die Kängurus machten sich auf zu ihnen, im Verdacht gefüttert zu werden. Hier stehen überall Schilder das man doch bitte keine Kängurus füttern sollte, aber manche Leute machen es trotzdem. Wir bekamen unsere ersten Fotos, da ein jüngeres sich mal zwischen uns und Meer bewegte, und die Sonne kam nun auch ein bisschen mehr zum Vorschein. Nach dieser ersten Strandbegegnung sind wir erstmal zurück zum Camper zum Frühstücken. Danach wollten wir nochmals an den Strand zurück inzwischen war es strahlend blau. Wir lagen am Strand und sahen schon von weitem, dass die Kängurus wieder am Strand nach Opfern suchten von denen sie was zu fressen ergattern konnten. So kamen sie Station für Station näher und wir bekamen noch ein paar schöne Fotos. Bei uns standen sie auf den Handtüchern, aber als sie merkten, dass es nix zu holen gab sind sie viel zu schnell weitergezogen, wie die Piraten. Nach dem Sonnenbad haben wir uns noch leckere Avocado-Sandwiches gemacht und sind dann auf einen kleinen Erkundungstrip los. Alles zusammengepackt und die erste Gravelroad genommen zur Rossiter Bay, Joana meinte noch gehört zu haben das diese eine der schlechtesten Strassen ganz Australiens sei. So kam es uns auch vor, ein Wellblech erster Güte. Später gings dann zur Thistle Cove, coole Felsen und ein traumhafter Strand. Noch einen kurzen Abstecher zum Le Grand Campground um den Beach anzusehen, den wir am nächsten Tag zurück nach Esperance fahren wollten, ein 22 km langer weißer Sandstrand aber leider nicht ganz so schön wie unsere Lucky Bay. Am Nachmittag kam dann noch eine kleine Wanderung aufs Programm, hoch auf den Frenchmans Peak, ein Berg mit einer Höhle an der Spitze. Der Aufsstieg war sehr steil und oben hat es sehr stark gewindet. Aber wir waren ganz alleine auf dem Berg und konnten so die Aussicht genießen. Zum Abend dann nochmal einen kleinen Strandspaziergang, den wir bei einem Bierchen ausklingen ließen.

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