Tassies Diamonds (Tasman Peninsula – Maria Island – Freycinet NP – Bay of Fire)

Um es gleich vorne Weg zu nehmen, Tasmanien ist toll und wir haben zu wenig Zeit hier eingeplant! Aber der Reihe nach: Von Auckland sind wir am Montagmorgen über Melbourne nach Hobart geflogen, der Hauptstadt Tasmaniens. Dort haben wir unseren kleinen weissen Flitzer abgeholt und sind losgedüst. Leider war das Wetter als wir ankamen nicht auf unserer Seite. Am Vortag hatte es noch 32 Grad, wir hatten 20 und Regen, aber nach Regen kommt ja Sonnenschein.

 

Wir fuhren von Hobart auf die Tasman Peninsula, die sich im Südosten Tasmaniens befindet. Auf dem Weg dorthin hat es zum Glück aufgehört zu Regnen und wir machten noch den ein oder anderen Fotostopp. Kurz nach Eaglehawk Neck hatten wir unsere erste Unterkunft gebucht. Für uns ist es ja jetzt eine kleine Umstellung nach dem Camperleben in NZ auf Unterkünfte in Hotels und B&Bs zu wechseln. Unsere erste Nacht verbrachten wir in Taranna in Masons Cottage, wir hatten zwei Schlafzimmer, Küche, ein bisschen groß, aber schön. Noch am Abend ein Fläschchen Wein gegenüber am Strand aufgemacht und dann gings auch schon früh zu Bett, wir waren ja schon um 4:00 Uhr in Auckland aufgestanden und hatten einen langen Tag hinter uns.
Am nächsten Morgen wollten wir die Halbinsel erkunden. Kurz nach Taranna machten wir den ersten Stopp beim Unzoo („nicht Zoo“)! Dort bekamen wir einige Infos zu den Tasmanischen Teufel, die auch um 10:00 Uhr gefüttert wurden. Genau genommen wurde nur die 8 Jahre alte Uroma dort gefüttert, Teufel werden normalerweise nicht älter als 5. Es gab auch noch Kängurus und Wallabys zu sehen. Wir durften den Kängurus Futter hinhalten, das sie uns gierig aus den Händen leckten. Im Unzoo werden einige Teufel und Kängurus gehalten, die anderen Tiere, vor allem Vögel und Wallabies leben in Freiheit und kommen hier vorbei, wenn sie wollen. So verbrachten wir hier knappe 2 Stunden bevor es zum Frühstücken bzw Lunch im Lavender Cafe ging.
Nach der Stärkung kamen die Remarkable Caves, vom Parkplatz aus hatten wir schon eine tolle Aussicht über die Küste. Übrigens hatten wir an dem Tag Sonnenschein 😊. Nach einem kleinen 5 Minuten kamen wir zu einer Plattform, über die wir hinüberkletterten um in die Höhlen zu kommen. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Flut die Höhlen unter Wasser stehen und man deshalb vorsichtig sein sollte. Kurz vor uns sind aber schon ein paar Surfer auch durch, also alles halb so wild… Anschließend haben wir uns noch den White Sands Beach angesehen und die Schluchten bei Tasaman Arch und Devils Kitchen. Hier waren beeindruckende Felsabbrüche am Meer, in die man besser nicht fallen sollte. Noch ein Eis und Milchshake und wir steuerten unser nächstes Ziel weiter Richtung Norden an. Wir hatten uns für zwei Nächte auf einer Schafsfarm in der Nähe von Orford einquartiert. Dies war ein guter Ausgangspunkt für unseren nächsten Tag, an dem wir nach Maria Island wollten.
So gings am nächsten Morgen nach Triabunna, auch hier war mal wieder nix los, ein paar Häuser und 1-2 Cafes und ein Supermarkt. Unser Boot ging um 10:30 Uhr ab und wir brauchten ca. 30 Minuten für die Überfahrt. Dort angekommen haben wir uns 2 Fahrräder gemietet und eine Inselexkursion gestartet. Zuerst in den Norden und eine kleine Schleife am Cape Boullanger vorbei, an dem es außer ein paar Versteinerungen eigentlich nicht allzu viel zu sehen gab. Das Wetter war mal wieder verhext, am Anfang noch Sonne und dann wurde es immer grauer, dem entsprechend waren die Blicke auf die Strände auch nicht mehr so schön. Da meine Schaltung herumzickte musste ich auf dem Rückweg mein Mountanbike tauschen, leider gab es kein Großes mehr, nur noch Rahmen in Grösse M, alle anderen waren schon verliehen oder Schrott. Dementsprechend waren die nächsten Stunden für mich nicht unbedingt angenehm zu fahren, ein zu kleines Fahrrad ist Sch…. Aber ok, wir fuhren am Painted Cliff vorbei, den Stopp wollten wir später bei Ebbe machen und es ging runter bis zu Chinamans Bay. Für die Fahrt dorthin brauchten wir knappe 1:30. Der Weg führte uns durch einen Eukalyptuswald, in dem es gebrannt hatte, dementsprechend verkohlt und schwarz war es neben dem Weg. So sahen wir nur am Anfang ein paar Wallabys und dann nichts mehr. An der Bay selbst war das Wetter dann ganz grau, vor uns sahen wir Regenschauer was unsere Freude natürlich leicht trübte. Schade, bei Sonnenschein muss es hier ein Traum sein, endloser Sandstrand, keine Menschen und klares Wasser. Nach einer kleinen Rast gings dann zurück. Nach ca 1 Stunde fanden wir dann unser erstes Wombat, wir waren ja schon enttäuscht, da Maria Island die Wombat-Insel sein sollte und wir noch keins dieser Tiere entdeckt hatten. Danach kamen aber gleich die nächsten, die auf freien Flächen am Fressen waren. Und das Beste, die Sonne kam wieder ein wenig raus, perfekt für unsere Stopp bei den Painted Cliffs. Das sind Sandsteine, die wunderschöne Farben und Muster haben. So waren entsprechend auch andere Besucher dort und es wurde nicht so einfach Fotos ohne Leute zu machen, aber es hat sich gelohnt. Um 17:00 Uhr gings dann mit der Fähre zurück. Abends angekommen erwarteten uns auch schon wieder Wallabys direkt hinter unserm Old Dairys Cottage, keine 20 m entfernt grasten einige.
Am nächsten Morgen machten wir vor dem Frühstück eine kleine Kanufahrt auf der Farm, wir konnten das Kanu dort benutzen und auf einem kleinen Fluss ne Runde drehen. Joana hatte am Anfang nur bedenken, dass wir kentern, war auch ein wenig wackelig der Anfang. Nach ca 5 Minuten sah ich kurz ein Platypus (Schnabeltier), aber bis ich die Kamera bereit hatte war es weg und wir sahen es leider nicht noch mal. Aber die Kanufahrt war insgesamt sehr schön, leichte Nebelschleier über dem Wasser und noch Sonne, das Wetter sollte danach schon wieder schlechter werden.
Nach dem Frühstück gings dann Richtung Freycinet NP weiter die Küstenstrasse nach Norden hoch. In Bicheno machten wir Stopp, aßen eine Kleinigkeit, warteten bei einem Cappuchino darauf, dass die Schauer vorüberzogen und holten noch Infos in der I-Site ein. In Bicheno gibt es auch eine kleine Kolonie Zwergpinguine, aber die Tour dorthin ist nur am Abend und da wollten wir schon in unserer nächsten Unterkunft sein. Wir wussten, wo die Kolonie ungefähr sein sollte, und machten uns auf die Suche. Wir liefen an einem Strand entlang zu einer kleinen Insel mit dem Namen Diamond Island. Dort stand ein Schild, dass das Betreten der Kolonie verboten sei. Wir liefen also am Rand der Insel ein wenig umher und trafen auf drei Angler, die dort gerade ankamen um zu fischen. Von ihnen bekamen wir den Tipp, dass einige Meter weiter oft ein paar Pinguine unter den Felsen sitzen würden. Gerade sind die Pinguine in der Mauser, so dass sie nicht ins Wasser gehen solange sie ihr Federkleid nicht gewechselt haben. Und wir fanden dann auch einen dort sitzen, machten ein paar Fotos aus der Entfernung und gingen wieder zurück. Später gings dann zu unserer Unterkunft am Dolphin Sands Strand. Ich hatte für uns das Patchamama Retreat gebucht, dort übernachtet man in Zelten. Generell ist es übrigens gar nicht so einfach immer eine Unterkunft auf Tasmanien zu finden, so viele gibt es nämlich gar nicht. Von Alexis dem Betreiber des Retreats hatten wir eine Email erhalten, dass er erst später am Abend wiederkommen würde und wir uns doch schon einleben sollten. Wir waren die einzigen Gäste. Der Strand war nur 20 Meter entfernt, aber es stürmte so sehr, dass wir trotz Regenjacken nicht allzu lange am Strand unterwegs waren. Als Alexis am Abend kam, machten wir im Küchen-/Wohnraum noch den Kamin an und unterhielten uns über unsere Reisen in Südamerika; Alexis kommt aus Uruguay und kennt sich in Südamerika durch viele Trekkingsreisen sehr gut aus. Nachts wurde es dann richtig kalt und zum Glück bekamen wir zwei Wärmflaschen, ohne diese hätte es im Zelt keinen Spaß gemacht.
Am nächsten Morgen brachen wir früh zum Freycinet Nationalpark auf, dieser ist eine knappe Autostunde von Alexis Retreat entfernt. Kurz vor Sonnenaufgang aufgestanden konnten wir ohne Wind am Strand den Sonnenaufgang beobachten. In Coles Bay frühstückten wir lecker und Joana organisierte uns ein Wassertaxi, dass uns in den Nationalpark bringen sollte. Wir parkten an der Freycinet Lodge und das Boot holte uns um 10:30 Uhr ab. Es brachte uns zum Hazard Beach, wo wir an Land gingen. Von dort liefen wir ca. 30 Minuten quer über die Insel bis zur Wineglass Bay, einem tollen Sandstrand, der sich genau gegenüber des Hazard Beaches befindet. Hier waren auch schon andere Touristen, die über einen Berg hierher wanderten. Aber der Strand ist so lang, dass es sich gut verteilte, besser gesagt, die meisten bleiben auf dem ersten Strandabschnitt und wir gingen einfach noch ein Stück weiter. Und wir hatten es perfekt mit dem Wetterbericht abgepasst, für den heutigen Tag stand Sonne, erst am Abend Wolken an. Wir lagen am Strand, machten Bilder und genossen den Ausblick. Später gings dann auch für uns knapp 300 Höhenmeter bis zum Lookout hoch und auf der anderen Seite zum Auto zurück. Am Nachmittag wollten wir dann zur nächsten Station weiterfahren, der Bay of Fire. Wir hatten uns dort wieder ein Zelt als Unterkunft ausgesucht, die Sanitär- und Küchenbereich mit Feuerstellen waren sehr schön gemacht, noch mehr Glamping als im letzten Camp. Zwei Stunden brauchten wir um dort hinzukommen, rechtzeitig für das Abendessen für das wir uns angemeldet hatten. Das Essen war super lecker, der Wein (Devils Corner, wo wir am Tag zuvor schon einen Stopp gemacht hatten) sehr gut und später saßen wir noch am Lagerfeuer und ließen den Tag ausklingen.
Am nächsten Morgen war wieder alles grau. Aber wir wollten uns nach dem Frühstück natürlich trotzdem die Bay of Fire anschauen. Der Name kommt von Captain Fureaux, der dort die Feuer der Aboriginals im Jahre 1773 sah. An der Küste befinden sich überall Granitblöcke, die in verschieden Farben leuchten, aber hauptsächlich Orange, welches von Flechten erzeugt wird. So machten wir noch einige kleine Abstecher zu kleineren Stränden und schossen noch viele Fotos.
Am Abend sollte es dann Richtung Launceston im Landesinnern weitergehen. Als nächste Etappe stehen die Cradle Mountains an, die weiter im Westen zu finden sind.

4 thoughts on “Tassies Diamonds (Tasman Peninsula – Maria Island – Freycinet NP – Bay of Fire)

  1. Hallo Ingrid,
    ja wir waren auch positiv überrascht von Tassie!
    Die Farnbäune haben wir schon in Neuseeland, Australien und in Bolivien gesehen und finden sie ziemlich cool. Überlegen schon wie wir einen auf die Terrasse bekommen :-)…
    Liebe Grüße aus Perth
    Joana und Domi

  2. Hey Sylvia,
    inzwischen sind wir in Perth, waren leider nur 10 Tage auf Tasmanien. Das war leider etwas kurz 2-3 Wochen wären gut gewesen.
    Das Wasser ist an vielen Stellen wirklich so grün. Mit Filter kommt es auf dem Foto besser raus.
    Bei den Täufelchen muss man aber gut auf seine Finger aufpassen, die haben eine Beisskraft fast wie ein Hai…
    Liebe Grüße
    Joana und Domi

  3. Tasmanien ist ja eine echte Überraschung mit diesen total interessanten Felsen, dem Sandsteingebirge und den putzigen bissigen Devils. Echt gute Bilder! mmmmmmhhhh – und die Seafood Etagere !!!!!
    Von „Grasbäumen“ hörte ich auch noch nie.
    Gibt es die hohen Farnbäume eigentlich nur in Neuseeland?
    mail folgt

  4. Hi ihr zwei Glücklichen, das scheint ja tatsächlich seeehr schön zu sein in Tasmanien! Diese Viecher sind ja witzig, noch nie gesehen, v.a. die 👹-chen. So eine schöne 🌌möchte ich auch mal sehen !! Tolles Photo mit dem Zelt. Sind die strandfotos mit Filter gemacht oder ist das Meer wirklich so grün?? Wie lange bleibt ihr noch in Tasmanien?? Wünsche euch besseres Wetter und weiterhin eine wunderbare Reise 😘😘LG von Sylvia

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